gerechte Gemeinschaft

 

(= g. G.) [engl. just society], [SOZ], ein Demokratisierungsansatz, der auf die moralisch relevante Selbsterziehung zur demokratischen Mitwirkung innerhalb einer Institution abzielt. Die g. G. geht von der moralischen Natur menschlicher Interaktion und Kommunikation aus und betont die Rechtfertigung und Entwicklung eines moralischen Standpunktes: moralisches Argumentieren in realen Lebenssituationen. Die Haupteinwände gegen den G. G.-Ansatz des Harvard-Kreises um Kohlberg beziehen sich auf die ethische Differenz zw. institutioneller und sozialer Gerechtigkeit, d. h. auf den Transfer von g. G. in Schule oder Anstalt auf die gerechte Gesellschaft des politischen Zusammenlebens aller Bürger. Insofern verweisen die sozial-ethischen Probleme unserer Gesellschaft auf Problembereiche, die i. R. institutioneller Moralpsychologie nicht lösbar erscheinen. Dennoch wird der Ansatz der g. G.  z. T. auch heute noch praktiziert (z. B. als Partizipationsansatz für Schülerinnen und Schüler in Schulen). Gerechtigkeit, Gerechtigkeitsprinzip.

Referenzen und vertiefende Literatur

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