Geschenke

 

(= G.) [engl. gifts], [WIR], sind materielle oder immaterielle Güter, die von einer Person freiwillig einer anderen Person übergeben werden, ohne eine direkte (finanzielle) Gegenleistung zu erhalten. G. werden oft im Kontext von Feierlichkeiten wie Geburtstagen oder Weihnachten gegeben und stellen einen erheblichen Anteil des Einzelhandelsumsatzes dar. G. sind auch im Unternehmenskontext relevant. Hier können G. zur Kundenbindung genutzt werden, laufen aber Gefahr, als Bestechung zu gelten (Davies et al., 2010). Der Austausch von G. hat starken Bezug zu Reziprozität. G. werden oft mit der Erwartung gemacht, etwas im Gegenzug zu erhalten. Ebenso fühlt sich die beschenkte Person verpflichtet, etwas zurückzugeben. I. Allg. verstärkt der Austausch von G. die soziale Beziehung von schenkender und beschenkter Person, insbes. wenn Erlebnisse im Ggs. zu materiellen Gütern geschenkt werden. Das Erhalten von G. führt bei der beschenkten Person zu höherem Wohlbefinden, erhöhter Dankbarkeit sowie stärkerem Vertrauen in die schenkende Person. Die schenkende Person steht häufig vor der Herausforderung, ein passendes Geschenk zu finden und schätzt mitunter die Präferenzen der beschenkten Person falsch ein. Schenkende fokussieren sich stärker auf die Schenksituation, Beschenkte jedoch auf die Zeit des Nutzens bzw. den Wert des Besitzens. Daher präferieren Beschenkte meist andere (nützliche, gewünschte) G. als Schenkende annehmen (Galak et al., 2016). Interkult. Unterschiede bestehen bzgl. der aus G. resultierenden Emotionen und der Akzeptanz von G. im Unternehmenskontext.

Referenzen und vertiefende Literatur

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