Geschlechterrolle

 

(= G.) [engl. sex/gender role], [PER, SOZ], der Begriff der G. ist im Kontext der Unterscheidung von sex (Geschlecht als biol. Merkmal) und gender (Geschlecht als soziales Merkmal) entstanden und bezieht sich darauf, dass weiblichen und männlichen Personen Eigenschaften und Verhalten zugeschrieben werden, die kult. vermittelt sind und nicht auf schlichten biol. Notwendigkeiten basieren. Traditionell wird Frauen die Familienarbeitsrolle (Haushalt, Kinder) und Männern die Erwerbsarbeitsrolle (bezahlte Erwerbsarbeit) zugeschrieben. Wenn sich auch diese Zuschreibungen im Zuge der vermehrten Erwerbsbeteiligung von Frauen in Bezug auf konkretes Verhalten etwas verschoben haben, so sind mit der G. doch immer noch best. Zuschreibungen über die «typischen» Eigenschaften von Frauen und Männern verbunden. Erstere, stereotyp feminine Eigenschaften sind eher kommunal (fürsorglich, warmherzig, liebevoll), letztere, stereotyp maskuline Eigenschaften sind eher agentisch (durchsetzungsfähig, führungsstark, entscheidungsfreudig). Studien zeigen, dass diese Geschlechterstereotype sehr änderungsresistent sind, obwohl sich das Selbstbild von Frauen und Männern im Laufe des letzten Jhd. stark angenähert hat. Geschlechtsidentität, Entwicklung, Geschlechtsdysphorie.

Referenzen und vertiefende Literatur

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