Geschmacksknospen

 

(= G.) [engl. taste buds], [BIO, WA], als G. werden die Nervenendigungen der Geschmacksnerven (Geschmack) bez., die sich vornehmlich an Zungenrand, -wurzel und Weichgaumen befinden. Sie liegen in den Wänden und Gräben der Geschmackspapillen (Pilz-, Blätter-, Wallpapillen) (Abb.). Ihre Gesamtzahl beim Erwachsenen beträgt etwa 2000 bis 4000, wobei die Wallpapillen oft mehr als 100 enthalten, die anderen weit weniger. Jede Geschmacksknospe enthält 10–50 eigentliche Geschmackssinneszellen wie Orangenschnitze angeordnet, an denen sich die für die Reizaufnahme verantwortlichen Geschmacksrezeptoren (Rezeptorproteine) befinden. Jede Papille ist für mehrere, meist alle vier Geschmacksqualitäten empfindlich. Selbst einzelne Schmeckzellen reagieren zumeist spezif. auf mehrere Geschmacksqualitäten, wobei die Zelle proportional zur ansteigenden Konzentration erregt wird. Geschmacksnerven.

Geschmacksknospen: (a) Zunge mit den vier Arten von Papillen; (b) Eine Pilzpapille auf der Zunge; (c) Querschnitt durch eine Geschmacksknospe; (d) Geschmackssinneszelle; (e) Nahdarstellung der Membran der Mikroville der Geschmackssinneszelle mit den Geschmacksrezeptoren. Aus: Schmidt, Thews & Lang (2000).

Referenzen und vertiefende Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.