Geschmacksqualitäten

 

(= G.) [engl. taste qualities; lat. qualis wie beschaffen], [BIO, WA], die von der Zunge etc. wahrgenommenen Qualitäten süß, sauer, salzig, bitter (hinzugerechnet werden manchmal noch metallisch und alkalisch, Geschmack). Im Ggs. zu den Farben bilden die G. keine Übergänge. In den Geschmackswahrnehmungen ist fast stets der Geruch wesentlich beteiligt (z. B. beim Schmecken einer Speise), wodurch erst die feineren Unterschiede der Wahrnehmung entstehen. Die absolute Reizschwelle, bezogen auf Anteile wässriger Lösung, beträgt für Zucker 1 : 80, für Schwefelsäure 1 : 10 000, für Sacharin 1 : 200 000, für Strychnin 1 : 2 000 000. Die Perzeption erfolgt für die Qualität salzig am schnellsten, für bitter am langsamsten.