Geschwisterbeziehungen

 

[engl. sibling relationships], [EW], die Geschwisterbeziehung (= G.) ist zumeist die zeitlich längste Beziehung im Leben eines Menschen und neben der Eltern-Kind-Beziehung die zweitstärkste emot. Verbindung (Furman & Buhrmester, 1985). Gemeinsame Herkunft und Entwicklungsgeschichte haben prägenden Einfluss und bilden eine tiefe Verbindung. Geschwister unterstützen sich gegenseitig bei vielfältigen Sozialisationsprozessen (Sozialisation, Sozialisierung) und Entwicklungsaufgaben (Frick, 2009). Ihre umfassende Bedeutung für die emotionale Entwicklung, soziale Entwicklung und kognitive Entwicklung) wurde mehrfach dargelegt (Jung, 2001, Hofer et al., 2002). Die G. gibt die Möglichkeit, Beziehungsmuster auszuprobieren und damit einhergehende Gefühle kennenzulernen. Die Beziehung von Geschwistern entwickelt sich stetig weiter und hat Einfluss auf ihr gesamtes weiteres Leben und die Persönlichkeitsentwicklung (Schmidt-Denter, 2005). G. können sehr unterschiedlich gestaltet sein und sich im Laufe der Zeit verändern. Die G. ist gekennzeichnet von ambivalenten Gefühlen und bewegt sich zw. den Polen von Liebe, Verbundenheit und Nähe sowie Rivalität, Konflikt (Konflikt, sozialer) und Distanz (Kasten, 1998).

Referenzen und vertiefende Literatur

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