Gestalttheorie

 

(= G.) [engl. Gestalt theory], [BIO, WA], die Anwendung gestaltpsychol. Gesichtspunkte (Gestaltpsychologie, Gestaltgesetze) in der Physiologie, v. a. der Neurophysiologie. Die Entwicklung der G. wurde von der Berliner Schule (Wertheimer, Koffka, Köhler) vorangetrieben. Die grundlegenden Annahmen besagen, dass den einander entspr. psych. und psychophysischen Vorgängen gewisse formale Eigenschaften gemeinsam sind, die keine konkreten Qualitäten darstellen, sondern abstrakte Relationen und Strukturen sind. Die Strukturgleichheit zw. psych. und psychophysischen Prozessen heißt Isomorphie. Als Bsp. einer solchen Isomorphie seien die Entsprechungen zw. best. Figur-Grund-Beziehungen (Figur-Grund-Verhältnis) im Bereich der Wahrnehmung und best. elektrischen Potenzialunterschieden innerhalb der Großhirnrinde (Gehirn) genannt. Elektrophysiologie, Feldtheorien, psychologische, figurale Nachwirkung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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