gewaltfreier Widerstand

 

[engl. nonviolent resistance], [SOZ], Konzept, das prototypisch bei Gandhis Wirken beim Unabhängigkeitskampf Indiens erkennbar wurde. Neben dem expliziten Verzicht auf Gewalt ist dieses u. a. gekennzeichnet durch öffentliches Eintreten gegen ungerecht empfundene Verhältnisse, Offenlegen der eigenen Absichten, Bemühen um Kommunikation mit der Gegenseite sowie Bereitschaft, neg. Folgen des eigenen Handelns zu ertragen (Konflikt, sozialer). Es geht um aktiven Widerstand und um Vertrauensaufbau. Die Methoden gewaltfreien Widerstandes reichen vom Protest (z. B. Flugblätter verteilen, demonstrieren) über Verweigern der Zusammenarbeit (z. B. Streik, Verbraucherboykott) bis hin zum zivilen Widerstand (Verkehrsblockade, Anketten an relevante Objekte). Das Vorgehen kann dadurch erfolgreich sein, dass der Gegner – u. a. aufgrund des konsistenten Verhaltens und der Leidensbereitschaft des Gewaltfreien – seine bisherigen Überzeugungen problematisiert und ändert oder dass er – aufgrund der veränderten Machtverhältnisse – sein Verhalten ändert. Pazifismus.

Referenzen und vertiefende Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.