Gitter-Technik

 

(= G.), syn. Gridtechnik, [DIA, EM, PER], die G. wurde zur Messung impliziter (unbewusster) Motive entwickelt. Der Name «Gitter» leitet sich aus dem Konstruktionsprinzip her, indem bildlich dargestellte Situationen mit motivspezifischen Aussagen gittermäßig kombiniert werden. Wie der TAT (Thematischer Apperzeptionstest (TAT)) basiert das Prinzip der G. auf der Vermutung, dass individuelle Motive bestimmen, wie Menschen Situationen und somit die Bilder interpretieren. Anders als beim TAT sollen zu den Bildern aber keine Geschichten geschrieben werden, sondern es soll für die unter den Bildern stehenden Aussagen entschieden werden, ob sie zu den bildlich dargestellten Situationen passen oder nicht. Die Art und Anzahl der angekreuzten Aussagen lässt dann Aussagen über die Ausprägung einzelner Motivdispositionen zu. Instrumente, die auf der G. basieren, sind das Leistungsmotivationsgitter für Kinder sowie das Multi-Motiv-Gitter (MMG) zur Erfassung der drei großen Motive («big three») Leistungsmotiv), Machtmotiv und Hoffnung auf Anschluss. Es werden jeweils die Annäherungs- und Meidenkomponenten (Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt, Konflikttheorie) der Motive erfasst. Unterdessen liegen zu den Testgütekriterien (Gütekriterien) unterstützende Befunde in vielfältiger Form vor, sowohl aus laborexp. Untersuchungen (Laborexperiment) als auch aus der Feldforschung (Feldstudie).