globale Aphasie

 

(= g. A.) [engl. global aphasia], [BIO, KOG], bezeichnet eine Störung der Sprache (Sprachstörungen), die nach Hirnschädigungen (Hirnschädigung) auftreten kann. G. A. zählt zu den Standardsyndromen der Aphasie (zum Syndrombegriff, s. auch Wernicke-Aphasie). Weitere Standardsyndrome sind Broca-Aphasie, Wernicke-Aphasie und amnestische Aphasie. G. A. ist die schwerste Form der Aphasie, bei der alle sprachlichen Modalitäten, d. h. Sprechen (Sprachproduktion) und Verstehen von Sprache (Sprachrezeption) sowie Lesen und Schreiben, schwer beeinträchtigt sind. Artikulation, Satzintonation und -betonung sind ebenfalls schwer gestört. Infolge dieser Beeinträchtigungen ist eine Kommunikation kaum noch möglich. In den Fällen, in denen es zu sprachlichen Äußerungen kommt, ist der Verlauf stockend und der Pat. zeigt eine erhebliche Sprech- oder Schreibanstrengung. Der Satzbau ist grundlegend eingeschränkt und Äußerungen bestehen oft nur aus Einzelwörtern mit grob abweichenden inhaltlichen Entstellungen (Paraphasien), aneinandergereihten Einzelsilben («tatatatata») oder floskelhaften Äußerungen, die ständig wiederholt werden (Sprachautomatismen). Im akuten Stadium machen Pat. mit g. A. kaum noch den Versuch, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren und verstehen nur einfachste Aufforderungen oder Fragen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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