Glukagon

 

(= G.) [engl. glucagon], [BIO], in den α-Zellen der Langerhans′schen Inseln der Bauchspeicheldrüse produziertes Polypeptid-Hormon; direkter Gegenspieler von Insulin. Freisetzung bei Absinken des Blutzuckers. Stimulation des Glykogenabbaus in der Leber, Hemmung der Glykogensynthese und Förderung der Lipolyse im Fettgewebe, was zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt, wodurch die Sicherstellung ausreichender Versorgung des Gehirns mit Glukose erfolgt. G. wird therap. bei schweren hypoglykämischen Zuständen (Hypoglykämie) eingesetzt. Im Zus.spiel mit Insulin ist G. wahrscheinlich an der Regulation von Hunger und Sättigung beteiligt.