Glutamat

 

(= G.) [engl. glutamate], [BIO, PHA], biogene Aminosäure, auch Vorstufe von GABA, Salz der Glutaminsäure, gilt als wichtigster exzitatorischer Aminosäuren-Transmitter im ZNS (Nervensystem). Bei längerer Exposition neurotoxische Wirkung. Glutamatrezeptoren (drei Typen: NMDA, AMPA, metabotrope Rezeptoren) sind über die gesamte Hirnrinde verteilt und gekoppelt mit CA1-Zellen im Hippocampus. NMDA-Rezeptoren sollen mit der synaptischen Plastizität und mit dem Behalten (Langzeitpotenzierung, long-term potentiation = LTP) zu tun haben. Da die Substanz Phencyclidin (Psychotomimetika) den NMDA-Rezeptor blockiert, wurde die Glutamathypothese der Schizophrenie aufgestellt. Als Glutaminsäure war in den 1950er-Jahren eine Zubereitung im Handel erhältlich, die bei Langzeitverabreichung kogn. Leistungen bei niedrig intelligenten Personen steigern sollte. Zahlreiche Untersuchungen lassen wegen meth. Mängel eine Interpretation nicht zu. Bei einmaliger Verabreichung zeigt G. keine Effekte. Neurotransmitter.

Verwendete Literatur

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