Goal Attainment Scaling (GAS)

 

[engl.] Skalierung der Zielerreichung, [DIA, KLI], gehört zur Gruppe der Ansätze, bei denen es um die Bewertung von indiv. festegelegten Therapiezielen geht. Methode zur Evaluation psychoth. Maßnahmen, die im Einzelfall eingesetzt wird und eine zielorientierte Erfolgsmessung beinhaltet. Die versch. Vorgehensweisen i. R. des GAS haben die Gemeinsamkeit, dass Therapieziele vom Pat. und Therapeuten formuliert und hinsichtlich ihrer Relevanz gewichtet werden. Das GAS sieht den Pat. dabei als aktiven Partner im diagn.-therap. Prozess an. Meist werden drei Therapieziele festgelegt, die auf einer fünfstufigen Skala (−2 bis +2; Likert-Skala) mit der mittleren Kategorie 0 (= erwartetes Ergebnis) def. werden, «–» signalisiert weniger als erwartet, «+» mehr als erwartet. Die Stufen sollten so operationalisiert sein, dass sie direkt beobachtbar, d. h., auf der Verhaltensebene bewertbar sind. Je nach Verlauf einer Therapie können diese Ankerpunkte überprüft werden, ob sie erreicht worden sind oder nicht. Beim GAS handelt sich um ein für die Beteiligten sehr durchsichtiges und klares Festlegen von Therapiezielen, was jedoch hinsichtlich der Erarbeitung oft mit einem hohen Zeitaufwand veranschlagt werden muss. Psychotherapieforschung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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