Göttinger Zivilcourage-Training (GZT)

 

[SOZ], dem Erlernen von Zivilcourage (= Z.) kommt große Bedeutung zu, da Menschen befähigt werden, Ansatzpunkte für ihr Handeln zu erkennen und Verhaltensweisen einzuüben, mit denen sie andere Menschen vor Gewalt und Diskriminierung schützen können, ohne sich selbst in allzu große Gefahr zu bringen. Zu den wiss. fundierten Trainingsprogrammen zählen das GZT (Jonas et al., 2007). Ziel dieses und anderer Z.-Trainings ist es, die Sensibilität für entspr. Situationen zu verbessern und zivilcouragiertes Handeln zu fördern. Das GZT besteht aus kogn. und handlungsorientierten Trainingselementen, die das Ziel verfolgen, den Blick für bedrohliche Situationen zu schärfen und qualifizierte Teilnehmer zu Multiplikatoren auszubilden. Die einzelnen Trainingselemente des GZT umfassen sieben Teilübungen zu denen die investigative Befragung zählt, bei der es darum geht, eine Notsituation richtig zu erkennen und zu interpretieren. Ferner zählen dazu Rollenspiele, die dazu dienen, das eigene Verhalten und das der anderen zu reflektieren und zu bewerten und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Einen weiteren Teil stellt das Erspüren von Bedrohung wie die Richtung und die Anzahl von Personen dar sowie Stimmübungen, bei denen die Stimme bewusst moduliert wird, die Aspekte von Atemtechnik erprobt werden, die Länge der verwendeten Sätze trainiert wird und die Körperhaltung und Schlagfertigkeit geschult werden. Außerdem zählen zum GTZ Selbstverteidigung mittels erfahrener Selbstverteidigungslehrer, Notrufübungen und Gruppenbildungsübungen, die die Fähigkeit trainieren sollen, weitere Helfer zu suchen und zu aktivieren. Die empirische Evaluation dieses Z.-Trainings belegt die Wirksamkeit des GZT. Durch die Vermittlung von Faktenwissen und das Einüben von Handlungsstrategien werden das Selbstvertrauen, die persönliche Kompetenz und damit die Z. gefördert. Zivilcourage, Förderung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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