Gruppenkohäsion

 

(= G.) [engl. group cohesion; lat. cohaerere zusammenkleben], [SOZ], G. beschreibt die Stärke der Beziehungen, die die Mitglieder einer Gruppe an die Gruppe bindet und damit ein indirektes Maß der Attraktivität und Bedeutung einer Gruppe insges. und für die einzelnen Gruppenmitglieder (Forsyth, 1999). Historisch gehen die ersten Untersuchungen auf die Arbeiten von Kurt Lewin, Leon Festinger) und ihren Kollegen am Research Center for Group Dynamics am MIT zurück. Eine formale Def. findet sich bereits bei Festinger et al. (1950), die G. als das «gesamte Feld der Kräfte, die auf einzelne Mitglieder der Gruppe einwirken, damit diese in dieser Gruppe bleiben» beschreiben. Eine summarische Aufstellung von Def.ansätzen bei Forsyth (1999) unterscheidet Def., die G. als soziale Beeinflussung (social force, Einfluss, sozialer) oder als Merkmal der Gruppeneinheit (group unity) oder als Attraktivität der Gruppe (attraction) oder als Ursache für gemeinsames Arbeiten (teamwork) ansehen. Verfahren zur Erfassung der G. finden sich bei Forsyth (1999). Unterscheidet man aufgabenbezogene G. (Attraktivität der Gruppe aufgrund des Gruppenprogramms, ihrer Ziele und der interessanten Aufgaben) von der interpersonellen G. (basierend auf Sympathiebeziehungen innerhalb der Gruppe), dann zeigt sich, dass nach einer Metaanalyse von Mullen & Copper (1994) Gruppenleistung nur positiv mit der aufgabenbezogenen Leistung korreliert.

Referenzen und vertiefende Literatur

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