Gruppenstruktur

 

[engl. group structure], [SOZ], die Mitglieder einer Gruppe leben nicht beziehungslos nebeneinander, sondern in überdauernden, nicht zufälligen Bezügen: z. B. Sympathie, Konkurrenz, Kooperation, Macht. Im Laufe ihrer Existenz entwickeln Gruppen eine mehr oder minder ausgeprägte Struktur, die einerseits relativ überdauernd, andererseits auch dynamisch ist. Zu den besonders bedeutsamen Strukturaspekten gehören die kommunikativen Beziehungen (z. B. wer kommuniziert mit wem, worüber, wie oft; Kommunikation) und die Rollenbeziehungen (Rolle). Für die Zufriedenheit der Gruppenmitglieder und – vor allem bei Problemlösegruppen – die Flexibilität und die Leistungsfähigkeit ist das Ausmaß von Zentralität bzw. Dezentralität der Struktur von Bedeutung. Wenn Gruppen ihre Kommunikations- und Kooperationsstruktur selbst wählen können, findet man in einem Stadium der Aufgabenklärung eher eine dezentrale Struktur; ist die Aufgabe klar, tendiert die Gruppe zu einer eher zentralen Struktur mit einer mehr oder weniger deutlich ausgeprägten Führungsrolle. Gruppenentwicklung, Gruppenrollen und Quasi-Rollen.

Verwendete Literatur

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