Häufigkeitsformat, Effekt des

 

[engl. effect of frequency format], [KOG, SOZ], seltene Ereignissse erscheinen bedeutsamer, wenn diese in absoluten Häufigkeiten angegeben werden, als wenn diese in relativen Häufigkeiten oder Prozentzahlen angegeben sind. So schätzten Pbn eine Krankheit, die bei 1286 Menschen von 10000 Menschen zum Tod führt, als gefährlicher ein, als eine Krankheit, die bei 24,14% zum Tode führt. Dies wird damit erklärt, dass bei der Nennung der absoluten Häufigkeit die Gruppe der Merkmalsträger fokussiert wird und die einzelnen Fälle anschaulicher in der Vorstellung repräsentiert werden. Dies wird auch als Nennervernachlässigung bez., da die Nicht-Merkmalsträger im Nenner des Bruches bei der Berechnung der relativen Häufigkeit bzw. Prozentzahl berücksichtigt werden müssen. Sollen Pbn sich zw. Urne A, die 1 Gewinnerkugel von 10 Kugeln enthält, und Urne B, die 8 Gewinnerkugeln von 100 Kugeln enthält, entscheiden, so wählen ca. 1/3 der Pbn Urne B. Urne B enthält eine höhere absolute Anzahl an Gewinnerkugeln, obwohl die Gewinnchance bzw. relative Häufigkeit für Urne A höher ist (Miller et al., 1989)kognitive FehlerWahrscheinlichkeitsvernachlässigung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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