Handlungskontrollmechanismen

 

(= H.) [engl. action control mechanisms], [EM, KOG], unterstützen die Umsetzung einer Handlung, sobald eine schwierige, d. h. nicht mit der dominanten Handlungstendenz vereinbare, Absicht (Absichtskomponenten) gefasst wurde. Dabei wirken die H., indem sie dominante Verhaltenstendenzen unterdrücken, wenn diese absichtsinkongruent sind. Zudem leiten sie absichtsrelevantes Verhalten ein und erhalten es aufrecht. Werden die H. angewendet, liegt Handlungskontrolle vor. Wirken die H. einer Person und wird demzufolge die Absicht umgesetzt, befindet sich diese Person im handlungsorientierten Zustand (Handlungsorientierung). Sie ist in der Lage, die Umsetzung dominanter Verhaltenstendenzen zu hemmen und gefasste Absichten umzusetzen (Umsetzungskontrolle: Willensbahnung). Auch konzentriert sie sich auf absichtsrelevante Reize (Aufmerksamkeitskontrolle) und speichert nur diese (Enkodierungskontrolle), sie reguliert hemmende Emotionen (Affektregulation), steigert die Attraktivität der Absicht (Motivationskontrolle) und gestaltet ihre Umwelt ablenkungsarm (Umgebungskontrolle). Zudem beendet sie den Entscheidungsprozess, sobald die Absicht gebildet wurde (sparsame Informationsverarbeitung). Kontrollpsychologie.

Referenzen und vertiefende Literatur

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