Hautkrebsprävention

 

(= H.) [engl. skin cancer prevention], [GES], H. bezieht sich auf die Prävention von Hautkrebserkrankungen, und zwar des malignen Melanoms und von Nicht-Melanom-Karzinomen (Basaliom, Spinaliom). Für die Entstehung beider Hautkrebstypen spielt die ungeschützte Exposition mit ultravioletten Strahlen (UV-Strahlen) eine bedeutsame Rolle (Sonnenschutzverhalten). Während für die Nicht-Melanom-Karzinome v. a. die UV-Lebenszeitdosis relevant ist, scheint für das maligne Melanom eher die intermittierende UV-Exposition (kurzfristige, intensive UV-Exposition), die UV-Strahlung in der Kindheit und weitere Faktoren (Hauttyp, Anzahl von Muttermalen, genetische Faktoren) von Bedeutung zu sein. Die primäre Prävention setzt daher am Aufbau von Sonnenschutzverhalten an. Da das maligne Melanom, wenn es früh erkannt wird, gute Heilungschancen, bei zu später Diagnose jedoch ein hohes Mortalitätsrisiko aufweist, ist auch die sekundäre Prävention von großer Relevanz. Die verhaltensorientierte H. bedient sich versch. Methoden: Aufklärungsschriften und -filme, Sofortbilder von Hautschädigungen, Sun-Scanner, Hautmikrotopografie, Unterrichtsprogramme und lerntheoret. fundierte Methoden (z. B. Modelllernen). Verhältnisorientierte H. zielt darauf ab, Sonnenschutzmaßnahmen in der Umwelt zu etablieren (z. B. Sonnensegel, Bepflanzung mit Bäumen).

Referenzen und vertiefende Literatur

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