Hawthorne-Effekt

 

(= H.) [engl. Hawthorne effect], [FSE], benannt nach den Ergebnissen der Hawthorne-Untersuchungen von E. Mayo und seinen Mitarbeitern T. N. Whitehead, F. J. Roethlisberger, W. J. Dickson u. a. Im sog. Relay Assembly Test Room montierten Arbeiterinnen Telefon-Relais. Obwohl in der Kontrollgruppe die unabhängige Variable (z. B. Beleuchtungsstärke, Pausenlänge) konstant gehalten und in der Experimentalgruppe systematisch variiert wurde (bessere oder schlechtere Beleuchtung, kürzere oder längere Arbeitspausen), zeigte sich in beiden Gruppen ein stetiger Anstieg der abhängigen Variablen, also eine Erhöhung der Arbeitsleistungen. Die Leistungen fielen erst bei «Mondlicht»-Beleuchtung ab. Erklärt wurde dieser H. durch die den Arbeiterinnen während der Untersuchung zuteil gewordene Aufmerksamkeit durch die Untersucher. Maßgeblich für die Arbeitsleistung waren mithin nicht die intendierten Variationen der unabhängigen Variablen, sondern die Veränderungen als solche und das Wissen der Arbeiterinnen, Gegenstand einer wichtigen betrieblichen Untersuchung zu sein. Beurteilungsfehler, Validität, interne.