Hebb, Donald O.

 

(1904–1985) [HIS, BIO, KOG], Donald Olding Hebb war ein kanadischer Psychologe und Neurophysiologe, der unter dem Einfluss von PawlowWatsonHull und anderen nach neurophysiol. Grundlagen des Gedächtnisses und des Lernens (Primärlernen) suchte (Hebb'sches Prinzip, Hebb'sche Synapse). Hebb wurde in Chester, Neuschottland, geb. Seine Eltern waren Ärzte. Er selbst strebte den Beruf des Schriftstellers an, für den er Anglistik (Abschluss 1925), Philosophie und Ps. (ab 1928 als Teilzeitstudium während seiner Tätigkeit als Lehrer) studierte (Abschluss als M.A. 1932). Gemeinsam mit Lashley forschte H. an der University of Chicago und der Harvard University (Promotion 1936), arbeite dann in Ontario, ab 1942 wieder gemeinsam mit Lashley im Primatenlaboratorium in Orange Park (Florida) und wurde 1947 an die McGill University in Montreal als Professor für Ps. berufen, wo er sein Studium begonnen hatte. Sein Buch The organization of behavior (Hebb, 1949) enthielt neben Befunden zur Neurophysiologie und -ps. eine Reihe von Annahmen über die Aktivität von Gehirnzellen und Zell-Ensembles (cell assemblies), die erst später empirisch belegt werden konnten. In den Fünfzigerjahren führte H. an der McGill University exp. Untersuchungen über die Wirkungen sensorischer Deprivation durch, die nach seinen Befunden zu Halluzinationen führten. 1977 setzte sich Hebb an seinem Geburtsort in Neuschottland zur Ruhe. Er starb hochgeehrt 1985 im Alter von 81 Jahren.

Referenzen und vertiefende Literatur

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