Hedonische Tretmühle

 

(= H.) [engl. hedonic treatmill], [KOG, SOZ, WIR], materielle Neuanschaffungen und Verbesserungen des Lebensstandards wirken sich mittel- und langfristig weniger auf das Wohlbefinden von Menschen aus als ursprünglich erwartet, da Menschen ihre Referenzmaßstäbe, Erwartungen und Bewertungen an die veränderten Bedingungen adaptieren (Gewohnheitsbildung, Wohlbefindensparadoxon). Ausnahme: Veränderungen, die kontinuierlich bewusst erlebt werden (z. B. Länge des  Arbeitsweg nach Wohnungswechsel), wirken sich langfristig auf das Wohlbefinden aus. H. bez. das Phänomen, dass Menschen trotz der geringer als erwartet ausgeprägten Belohnungserfahrung bzw. Wohlbefindensverbesserung stets in neue Anschaffungen investieren. Dies wird v. a. durch Statusdenken (sozialer Status), soziale Vergleichsprozesse (sozialer Vergleich) und kognitive Dossonanz (Rechtfertigung der früher investierten Ressourcen) erklärt. S. auch: Rebound-Effektekognitive Fehler.

Referenzen und vertiefende Literatur

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