Hierarchie

 

(= H.) [engl. hierarchy; gr. ἱεραρχία (hierarchia) heilige Führung, Amt des Oberpriesters], Rangordnung (z. B. von Personen, Dingen, Begriffen), wobei jeder Rang dem nächsthöheren untergeordnet ist; das variable Ordnungskriterium bleibt innerhalb einer H. gleich. Formen der H.:

[PER], Persönlichkeitsmodelle als H. von Motiven (Motiv), Eigenschaften (Persönlichkeitsmerkmal) oder Faktoren (erster und höherer Ordnung).

[EM], Zentren-H.: Verhaltensmuster werden nach Tinbergen (1951) von hierarchischen Instinkten beeinflusst (Hull, 1952: Reaktions-H.). Stimmungs-H.: Das Verhalten auf den gleichen Reiz hängt von der jew. Stimmung ab. Bedürfnis-H., Motivations-H.: Das vorausgegangene Bedürfnis muss erst abklingen, bevor das neue eine dominante Rolle spielt (Persönlichkeitstheorien, humanistische).

[AO, SOZ], Organisation nach z. B. Kompetenzbereichen mit meist autoritärer Rangordnung (z. B. nach Macht, Information). Führung, Organisationswahl.

[KOG], In der Grammatik gilt allg. die Sprache als hierarchisch strukturiert. Die von den versch. grammatischen Richtungen vertretenen unterschiedlichen Auffassungen von der hierarchischen Struktur der Sätze (Satz) werden oft mithilfe von Baumdiagrammen verdeutlicht. Nach Miller et al. (1960) ist die gesamte Organisation des Verhaltens wie die Grammatik einer Sprache hierarchisch strukturiert.

Referenzen und vertiefende Literatur

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