Hilgard, Ernest R.

 

(1904–2001), [HIS, KLI], Ernest Ropiequet Hilgard war ein erfolgreicher amerik. Lehrbuchautor, dessen Bücher (Hilgard, 1948, 1953) hohe Aufl. erreichten und in viele Sprachen übersetzt wurden. Hilgard wurde in Belleville, Illinois geb., studierte Chemieingenieurwiss. an der University of Illinois, wechselte zur Ps. und promovierte 1930 an der Yale University mit einer Arbeit über Konditionierung. Ab 1933 lehrte er als Professor mehrere Jahrzehnte an der Stanford University und amtierte als Dekan. Hilgard wurde in den 1950er-Jahren durch seine exp. Hypnoseforschung bekannt (Hypnose), die er z. T. gemeinsam mit seiner Frau Josephine R. Hilgard (1906–1989) durchführte. Hierdurch wurde der Themenbereich der Hypnose erstmals Gegenstand systematischer Forschung. Hilgard suchte u. a. nach Möglichkeiten der Schmerztherapie. Seine Auffassung war, dass ein «verborgener Beobachter» in der hypnotisierten Person wirksam ist. So könne dieser in der Situation der Hypnose u. a. bemerken, dass die Person Schmerzen habe, ohne selbst Schmerzen zu empfinden. Hilgard war maßgeblich an der Entwicklung der Stanford Hypnotic Susceptibility Scale beteiligt (Stanfordskalen zu Messung der hypnotischen Suszeptibilität (SHSS)). Hilgard hatte viele Leitungsfunktionen inne, wurde vielfach geehrt und starb 2001 im Alter von 97 Jahren in Palo Alto.

Referenzen und vertiefende Literatur

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