Homogenität

 

(= H.) [engl. homogeneity; gr. ὁμοῖος (homoios) gleich], [DIA, FSE], Gleichartigkeit. In der Statistik wird der Begriff der H. bzw. Heterogenität zur Kennzeichnung der Gleichartigkeit bzw. Ungleichartigkeit von stat. Kennwerten (z. B. Varianz) benutzt. In der Testkonstruktion bezieht sich die Gleichartigkeit bzw. Ungleichartigkeit auf die einzelnen Testaufgaben bzw. auf einen gesamten Test. H. bedeutet dabei inhaltliche Einheitlichkeit bei vollkommen erhaltener Unabhängigkeit der einzelnen Aufgaben voneinander. Mit homogenen Tests lassen sich i. Allg. nur ganz best. Merkmale erfassen. Umfangreichere Konstrukte wie Intelligenz oder Persönlichkeitsmerkmale lassen sich nur mit heterogenen Aufgaben bzw. heterogenen Untertests erfassen. Als ein quant. Maß für die H. hat Loevinger einen H.index entwickelt. Er stellt eine Art Korrelationskoeffizienten dar, bei dem versch. Varianzen miteinander verglichen werden. Während die innere Konsistenz nur einen Aspekt der Reliabilität darstellt, ist bei der H. der Bezug zum Konstrukt, das gemessen werden soll, hergestellt.