Horopter

 

(= H.) [engl. horopter; gr. ὅριον (horion) Grenze, ὄψις (opsis) Sehen], [WA], Menge der Punkte in der Umwelt, die bei gegebenem Fixationspunkt auf korrespondierende Netzhautpunkte abgebildet werden. Theoret. besteht der H. aus einem Kreis durch den Fixationspunkt und die Knotenpunkte der beiden Augen (Knotenpunkt des Auges) (Vieth-Müller-Kreis) sowie einer vertikalen Linie (vertikaler H.); wenn der Fixationspunkt nicht in der Horizontalen geradeaus vor dem Beobachter liegt, finden sich kompliziertere Kurven. Der empirisch bestimmte H. weicht vom theoretischen ab (z. B. nimmt die Krümmung des horizontalen H. mit der Entfernung des Fixationspunktes ab; Hering-Hillebrand’sche H.abweichung). Bei der empir. Bestimmung des H. können versch. Kriterien verwendet werden, die sich auf die Eigenschaften korrespondierender Netzhautpunkte beziehen: (1) gleiche wahrgenommene Distanz (Querdisparation aller Punkte auf dem H. ist null; bei gegebenem Konvergenzwinkel sollten sie in gleicher Distanz erscheinen); (2) identische Sehrichtung; (3) Einfachsehen (dadurch wird ein Bereich bestimmt, Panum-Areal; als H.punkte werden die Bereichsmitten verwendet).

Verwendete Literatur

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