Hull, Clark Leonard

 

(1884–1952), [HIS, KOG], Psychologe und Lerntheoretiker (Lerntheorien), der heute dem Neobehaviorismus (Behaviorismus) zugerechnet wird. Clark Hull arbeitete zunächst als Lehrer, schloss begleitend sein Studium der Ps. an der University of Wisconsin 1918 mit der Promotion ab. H. lehrte 1927–1928 an der Harvard University, dann 1929–1952 an der Yale University. Er verfasste Bücher über die Wirkungen des Rauchens auf motorische Leistungen, über Eignungstests, über Hypnose und Suggestion sowie mehrere Bücher über Lernen und Verhalten. Auf der Basis der S-R-Annahmen (S-R-Theorie) versuchte Hull, parallel zu Skinner eine komplexe Theorie menschlichen Verhaltens auf der Grundlage quant. Forschung zu entwickeln, die Verhaltensvorhersagen erlauben sollte. Während er in seinen frühen Arbeiten vom Streben nach Triebbefriedigung ausging, betonte H. später die Bedeutung der sekundären Verstärkung (sekundärer Verstärker). Am Institute for Human Relations der Yale University zählten u. a. Dollard, John, Miller, Neal ElgarMowrer, O. Hobart und Robert Sears zu den Schülern von Hull. 1936 war H. Präsident der American Psychological Association (APA).