hypermedia

 

(= h.) [engl.], [MD], bezeichnet über den Computer dargebotene netzwerkartige Informationsstrukturen, bei denen einzelne Informationseinheiten (Knoten) über elektronische Verknüpfungen (Links) miteinander verbunden sind und darüber aufgerufen werden können. Die Inhalte der Knoten können dabei aus versch. Multimedia-Komponenten bestehen (z. B. Text, Animation, Video, Audio-Dateien). Werden die Informationen nur in Form von geschriebenen Texten dargeboten, spricht man von Hypertext. In Abgrenzung zu der überwiegend linearen Anordnung von Informationen in Multimedia-Anwendungen, ermöglicht h. einen nicht linearen Zugriff auf einzelne Informationseinheiten, indem der Nutzer Inhalte entspr. seiner eigenen Bedürfnisse und Ziele auswählen kann. Damit bedingt h. ein höheres Ausmaß an Lernerkontrolle. Ein eindeutiger Nachweis der Effektivität von h. zur Unterstützung von Wissenserwerbsprozessen liegt bislang nicht vor (Dillon & Gabbard, 1998; Shapiro & Niederhauser, 2004). Probleme beim Lernen mit h. bestehen v. a. darin, dass Lernende leicht abgelenkt werden, Schwierigkeiten haben, sich in dem Informationsnetzwerk zu orientieren, und durch die Vielzahl an Entscheidungen bzgl. des Informationsabrufs kogn. überlastet sind. Lernende mit guten Lernvoraussetzungen sind eher in der Lage, mit den erhöhten Anforderungen effektiv umzugehen und profitieren daher eher vom Lernen mit h. (Scheiter & Gerjets, 2007). computer-supported collaborative learning, Medienpsychologie.

Referenzen und vertiefende Literatur

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