Hypnotherapie

 

(= H.) [engl. hypnotherapy; gr. ὕπνος (hypnos) Schlaf], [KLI], H. ist eng mit dem Namen M. Erickson verbunden. Durch Trance-Induktion (zumeist verbale Suggestionen, manchmal verbunden mit dem Einsatz z. B. eines Pendels) wird der Pat. in einen veränderten Bewusstseinszustand versetzt, der eher mit konzentrierter Aufmerksamkeit als mit Schlaf zu charakterisieren ist. Angestrebt wird, beim Pat. einen inneren Suchprozess anzuregen. Die H. enthält einige Elemente, die auch ohne explizite Trance anwendbar sind, wie das Sich-Einstellen des Therapeuten auf das System des Pat. und das Hervorheben der pos. Möglichkeiten. Als mögliche Ziele werden genannt: Veränderung physiol. Prozesse (Entspannung, Kreislauf), Aktivierung von visuellen, akustischen und somatosensorischen Vorstellungen, Veränderungen des Zeiterlebens, Dissoziation zur Abschwächung hinderlicher oder unangenehmer Erfahrungen, Assoziation von hilfreichen Erfahrungen, Regression und Progression. Die H. lässt sich den Kurztherapien zuordnen. Sie kommt häufig i. R. eines breiter angelegten Behandlungsprogrammes zum Einsatz. Die nachgewiesene Wirksamkeit der H. beschränkt sich auf die behandelte Symptomatik. Eine gute Wirksamkeit ergab sich bei der Behandlung von Schmerzzuständen, Schlafstörungen und psychosomatischen Beschwerden (z. B. Asthma und Hypertonie).

Referenzen und vertiefende Literatur

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