Ich-Triebe

 

(= I.) [engl. ego instincts]; Psychoanalyse, Abwehrmechanismen des Ich[EM, KLI, PER], in Freuds erster, bis 1920 Gültigkeit beanspruchender Triebtheorie stehen sich Sexualtriebe und I. konflikthaft gegenüber. Der Konflikt zw. diesen beiden grundlegenden Triebkräften soll das psych. Leben bestimmen. Klin. drückt sich dieser Konflikt bspw. so aus, dass best. sexuelle Triebwünsche auf eine innere Gegenkraft, eine verdrängende, abwehrende Tendenz stoßen. Die Abwehrseite beinhaltet soziale Normen und Konventionen sowie moralische und ethische Vorstellungen. Diesem Abwehrpol sprach Freud in seiner ersten Triebtheorie eine eigene Triebgrundlage zu. Da er das Ich als Sitz der Abwehrkräfte erkannt hatte, sprach er von I. Da er dem Ich auch die Funktion der Selbsterhaltung zugeschrieben hatte, verwendete er ab 1910 die Begriffe I. und Selbsterhaltungstrieb als Synonyme.

Referenzen und vertiefende Literatur

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