identische Elemente

 

(= i.E.) [engl. identical elements], [KOG, PER], das Erlebnis der Ähnlichkeit zwischen visuell wahrgenommenen Figuren soll nach der Assoziationspsychologie darauf beruhen, dass diese i.E. (Winkel, Krümmungen, Farben usw.) enthalten. Gleicherweise werden die Erscheinungen der Übertragung des Lern- und Übungseffektes von einem Sachgebiet auf ein anderes (Mitübung, Transfer) dadurch erklärt, dass beide i. Teilinhalte besitzen (Müller, 1911, Thorndike, 1932). Weitergehend wird die Konsistenz von Verhaltensweisen (Verhalten) bzw. Charaktereigenschaften (Persönlichkeitsmerkmal) in der Weise erklärt, dass eine best. Reaktion hinsichtlich einer best. Situation gelernt wird, wobei aber jede Situation, die mit der ursprünglichen identische Elemente hat, auch die ursprünglich gelernte Reaktion hervorruft. Vielfach werden die Phänomene auch mit dem von Pawlow stammenden Begriff der Generalisation erklärt. Die historisch wichtigste Kritik an dieser Theorie wird durch die Gestaltpsychologie geleistet. Allport (1949) verneint die Theorie, weil die Suche nach Elementen endlos werde, da immer schwerer fassbare i. Teilinhalte gesucht werden müssten oder auf sehr allg. Elemente wie «Verlangen nach Wahrheit» oder «eine Einstellung, jeder Frage auf den Grund zu gehen» zurückgegriffen werden müsse. Die Theorie sei im Ggs. zu ihrem ausdrücklichen Anspruch niemals imstande, die genaue Natur oder Lage irgendeiner Identität festzustellen.

Verwendete Literatur

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