Identitätskrise

 

(= I.) [engl. identity crisis], [EW, PER], der Begriff der I. stammt von Eriksons Entwicklungsmodell (Entwicklung, psychosozialer Ansatz nach Erikson). Eine Krise ist in Eriksons Terminologie als ein Wendepunkt und nicht als ein einschneidendes Lebensereignis zu verstehen. Die Krise kann i. d. S. auch als Aufgabe verstanden werden, die auf jeder von Eriksons acht Entwicklungsstufen zu bewältigen ist (Erikson, 1959). Die I. steht im Fokus auf der fünften Entwicklungsstufe. Die Adoleszenz ist in Eriksons Theorie die Phase, in der die I. gelöst werden muss, d. h. die Krise zw. Identität (Identität und Selbst; Identität, entwicklungspsychologische Perspektive) und Identitätsdiffusion (Identität, diffuse; Identitätsdiffusion). In dieser Phase der Entwicklung entstehen neue Typen von Veränderungen, die den jugendlichen Menschen dazu bewegen, seine Selbstdefinition zu überarbeiten. Obwohl die I. wie die gesamte Entwicklung nach Erikson genetisch festgelegt ist, ist sie in starkem Maße gesellschaftlich und historisch modifizierbar (Flammer & Alsaker, 2002).

Referenzen und vertiefende Literatur

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