Indikation

 

(= I.) [engl. indication; lat. indicare anzeigen], [KLI], das, was sich als das Geeignete (für einen zu ändernden Sachverhalt) ergibt. Im Zus.hang mit Psychoth. wurde die I. in dem Maße wichtiger, wie gesicherte Erkenntnisse zur (selektiven) Wirksamkeit psychoth. Maßnahmen bei versch. Störungen vorliegen. Zunächst geht es um die Frage, ob überhaupt eine Wirkung von Psychoth. erwartet werden kann, und dann um die Frage, welche Art von Therapie welche Effekte verspricht. Davon ausgehend, dass nicht eine best. Form von Psychoth. bei allen Problemen und Pat. optimal hilft, versucht die differentielle Psychotherapieforschung, die Basis für rationale Entscheidungen zu liefern. In der selektiven I. wird eine Zuordnung von therap. Prozeduren bzw. Therapeuten zu einzelnen Pat. vorgenommen, bei der adaptiven I. geht es um die Anpassung des Vorgehens im Detail an einzelne Pat. im Therapieverlauf. Basis für I.prozesse ist die Diagnostik bzw. die indiv. Fallkonzeption. Für immer mehr psych. Störungen werden störungsspezif. Vorgehensweisen entwickelt und in ihrer Wirksamkeit überprüft, andererseits spielen aber für den Therapieerfolg auch andere Faktoren wie störungsunabhängige Eigenarten der zw.menschlichen Beziehungsgestaltung eines Pat. eine Rolle, die bei der I. berücksichtigt werden sollten (Psychotherapie).