Instruktionsmodelle

 

(= I.) [engl. instructional models], [KOG, PÄD], Konzepte mit Ursprung in der verhaltenswiss. Grundlagenforschung, die Methoden und Verfahrensweisen (Instruktionsmethoden) zu Lehren und Wissensvermittlung bereitstellen, um effektives Lernen und Wissenserwerb zu unterstützen. I. ziehen i. Allg. systemat. präskriptive Schlussfolgerungen für die Lernoptimierung (Lernförderung) aus deskriptiven und explikativen Postulaten von Lerntheorien. Zu den wichtigsten auf diese Weise gewonnenen Instruktionsprinzipien gehört die Voraussetzung der Berücksichtigung interindiv. Differenzen (Lerndeterminanten) bei der Festlegung von Zielen und Anforderungen, die Notwendigkeit der Aktivierung vorhandener oder Substituierung von Motivation, die Herstellung inhaltsspezif. Wissenssysteme als notwendige Voraussetzung für komplexe kogn. Leistungen, die Ergänzung der Wissensvermittlung um metakogn. Wissen (Metakognition), um das Lernen selbst zu erlernen (Lernstrategien), die Ausrichtung von Zielen und Inhalten am anzunehmenden künftigen Nutzwert, das Unterstützen tieferen Verstehens von Gelerntem unabhängig davon, ob das primäre Lehrziel eine entspr. Verarbeitungstiefe vorsieht, das Einbeziehen systematischer Rückmeldungen als notwendige Steuerungskomponente von Lernprozessen (Anforderungsbewältigung) und die Auswahl der Wissensrepräsentationsform anhand des anzunehmenden Nutzungszwecks. Instruktionspsychologie, instruktionale Erklärungen.

Verwendete Literatur

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