Integration

 

(= I.) [engl. integration; lat. integrare wieder aufnehmen, ergänzen], (allg.) Zusammenschluss, Vereinigung, Vervollständigung, Vereinheitlichung, Vorgang der Ganzheitsbildung.

[SOZ], soziale I. bez. die elementare psychol. Tatsache, dass die Menschen in der Interaktion (soziale Interaktion) eine partielle Gleichartigkeit (Homogenisierung) erleben. Spezif. Formen der sozialen I., die z. B. Parsons (1964) nennt, sind: (1) die Prozesse, durch die der Einzelne sich an Standards der Gruppe anpasst und durch die er sich harmonisch einfügt, sowie (2) die Integration von Minderheiten (Minorität) in Wohngegenden im Ggs. zur Segregation oder der Minderheiten-Trennung. Integrationspsychologie.

[KLI], im Bereich der Psychotherapie ist die I. (Hinzunehmen von Techniken und Konzepten aus anderen Richtungen) versch. Ansätze ein verbreitetes Phänomen. Dabei gibt es versch. Formen der I.: Eine Form ist der an Theorien wenig interessierte technische Eklektizismus, eine andere Form der weit schwierigere Versuch, versch. Elemente unter dem Dach einer neuen Theorie zu integrieren. Der derzeit vielleicht befriedigendste Mittelweg ist, nach wirksamen Faktoren und Prinzipien zu suchen, die von Theorien unabhängig sind und in unterschiedlicher Weise konkret umgesetzt werden können. Ein Problem ist, dass für Pat. Widersprüche in den vermittelten Konzepten entstehen können und dass insbes. Anfängertherapeuten durch die Komplexität eines integrativen Ansatzes überfordert sein könnten. Der Psychotherapie-I. haben sich auch Verbände und Fachzeitschriften explizit verschrieben. Allgemeines Modell der Psychotherapie.

Referenzen und vertiefende Literatur

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