Intellektualismus

 

(= I.) [engl. intellectualism; lat. intellectus Einsicht, Innewerden, Erkenntnis], [PHI], die Anschauung, dass der Verstand, das reine Denken und nicht das Gefühl oder der Wille im Seelenleben maßgebend seien bzw. sein sollten. Intellektualistisch nennt man daher Theorien, die zur Erklärung seelischer Erscheinungen (z. B. der Aufmerksamkeit) die Verstandestätigkeit heranziehen (Kognitive, kognitivistische Psychologie) oder die (in der Ethik) dem Denken, der Verstandeserkenntnis, grundlegende Bedeutung für das sittliche Handeln beimessen, ferner Lehren, die in der Erziehung für die Ausbildung des Intellekts bes. eintreten. Als I. wird auch die seelische Haltung bez., in der das Denken gegenüber dem Gefühlsleben einseitig hervortritt. Die Bez. I. ist mitunter abwertend gemeint. Leibniz, Gottfried Wilhelm.