Intelligenz, Positionsstabilität

 

(= P.) [engl. positional stability of intelligence], [EW, KOG, PER], bez. den interindiv. Entwicklungsverlauf der Intelligenz einer Person im Vergleich zu einer Bezugsgruppe und bezieht sich damit auf die relative IQ-Konstanz bzw. IQ-Labilität. Diese relative Stabilität beschreibt, ob eine Person zum Zeitpunkt t1 eine ähnliche Position in der Bezugsgruppe einnimmt wie zum Zeitpunkt t2. Die interindiv. Stabilität der Intelligenz ist dabei v. a. im Kindes- und Jugendalter abhängig vom Alter der Erstmessung (je älter die Personen bei t1, desto höher die Korrelation mit dem IQ zu t2) sowie dem Abstand zw. den Messzeitpunkten (je kürzer der Abstand zw. t1 und t2, desto höher die Stabilität). Die interindiv. Intelligenzunterschiede sind im Säuglings- und frühen Kindesalter noch sehr instabil und Vorhersagen von späteren Intelligenzunterschieden daher wenig verlässlich. Ab Ende der Grundschulzeit sind die Intelligenzunterschiede hingegen relativ konstant und bleiben auch bis ins hohe Alter und über längere Zeitperioden hinweg stabil (z. B. Befunde der LOGIK-Studie: verbale Intelligenz zw. dem 4. und 23. Lebensjahr r = ,26, zw. dem 7. und 23. Lebensjahr r = ,54, zw. dem 13. und 23. Lebensjahr r = ,66, vergleichbare Werte für die nonverbale Intelligenz). P. kann auch bei fehlender Niveaustabilität (Intelligenz, Niveaustabilität) gegeben sein, da es möglich ist, dass z. B. alle Personen im Laufe der Zeit einen Intelligenzzuwachs verzeichnen, die Position der Person innerhalb der Intelligenzverteilung der Bezugsgruppe aber konstant bleibt.

Referenzen und vertiefende Literatur

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