Interesse, situationales

 

(= sit. I.) [engl. situationalinterest], [AO, EM, PÄD, PER], im Ggs. zum dispositionalen Konstrukt des individuellen Interesses (Interesse, individuelles) bezeichnet das sit. I. den in einer konkreten Situation durch äußere Anregungsbedingungen (z. B. spannender Unterricht) ausgelösten Zustand des aktuellen «Interessiertseins», der u. a. durch das Erleben von Neugier, gesteigerter Aufmerksamkeit und erhöhter Lernbereitschaft gekennzeichnet ist. Aus einem erstmals auftretenden sit. I. kann sich unter best. Voraussetzungen ein länger anhaltendes (dispositionales) Interesse entwickeln. Dazu ist einerseits erforderlich, dass die Person den Gegenstandsbereich des sit. I. über eine längere Zeitspanne als subj. bedeutsam erlebt, und andererseits, dass bei interessenthematischen Handlungen (z. B. auf Wissens- und Kompetenzerwerb (Kompetenz) abzielende Aktivitäten) pos. emot. Erlebensqualitäten überwiegen. Aus der Sicht päd.-psychol. Interessentheorien spielen in diesem Zusammenhang die Befriedigung der drei grundlegenden psychol. Bedürfnisse nach Kompetenzerleben, Autonomie (Selbstbestimmung) und sozialer Eingebundenheit eine zentrale Rolle. Interesse, Situational Judgement Tests.

Verwendete Literatur

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