Interferenzneigung

 

(= I.) [engl. interference tendency], syn. Konfliktbereitschaft, [KOG], die sich in Situationen äußert, bei denen zwei antagonistische Reizaspekte vorliegen. Die I. ist interindiv. unterschiedlich ausgeprägt, sie nimmt bis zum 60. Lebensjahr ab und steigt dann leicht an. Stimulierende Drogen können die I. senken. I. korreliert mit Feldabhängigkeit. Nach Hörmann (1960) lassen sich die Unterschiede folgendermaßen erklären: Vpn mit großer I. wären also einmal dadurch zu kennzeichnen, dass die hierarchische Gliederung der intrapsychischen Vorgänge – wenn die Vorgänge einen gewissen Grad von Antagonismus aufweisen – langsamer erfolgt, zum anderen dadurch, dass diese Gliederung unspezifischer, weniger «kanalisiert» ist, ein generelles coding system darstellt. Farbe-Wort-Interferenztest (FWIT), Stroop-Verfahren.

Referenzen und vertiefende Literatur

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