Intergruppenbeziehungen

 

(= I.) [engl. intergroup relationships], [SOZ], I. oder Intergruppenverhalten bezeichnet die Tatsache, dass jede Wahrnehmung, Kognition oder Verhaltensweise davon abhängig ist, welcher Gruppe wir zugehören (ingroup). Die wahrgenommenen Beziehungen zw. sozialen Gruppen, sei es als Mitglieder oder als Fremdgruppe (outgroup), haben weitreichende Konsequenzen für das Zusammenleben. I. oder Integruppenverhalten ist eine Art Superkategorie innerhalb der Sozialps., da sie solche Themen und Programme beinhaltet wie sozialer Einfluss, soziale Konflikte, aber auch Vorurteile und Stereotype in Gruppen (Hogg & Vaughan, 2011, Yzerbyt & Demoulin, 2010). Eine Differenzierung nach Themen, die unter diesem «Dach» in den jeweligen Kapiteln von Lehr- und Handbüchern dargestellt werden, sind z. B. relative Deprivation die Überzeugung, dass wir weniger erhalten, als uns eigentlich zusteht), sozialer Protest, Kooperation und Wettbewerb, soziale Dilemmata, soziale Identität (Identität und Selbst), Ingroup-Outgroup-Phänomene, wie z. B. die Wahrnehmung relativer Homogenität von Außengruppen im Vergleich zur Heterogenität der eigenen Gruppe, aber auch kollektives Verhalten, soziale Normen, De-Individuation, die Wirkung von Kontakt zur Verbesserung von I. (Kontakthypothese), Kommunikation zw. Gruppen und Verhandlungsverhalten (Verhandlungen) zw. Gruppen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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