interkulturelle Kommunikation

 

(= i. K.) [engl. intercultural communication], [SOZ], Gegenstand der i. K. ist die Beschreibung, Analyse und Förderung der wechselseitigen intentionalen Verständigungsprozesse zw. Menschen unterschiedlicher kult. Zugehörigkeit. In unterschiedlichen Kulturen, verstanden als fortlaufend sozial konstruierte Orientierungssysteme einer Gruppe, Organisation, Nation oder Gesellschaft, gelten spezif. Werte, Normen (Normen, soziale) und Regeln, die die Verwendung verbaler, paraverbaler und nonverbaler Zeichen in der Verständigung beeinflussen. Dies wirkt sich z. B. aus auf die Wahrnehmung des Ausdrucksverhaltens, die eigene Eindruckssteuerung oder die Übermittlung eines Inhalts. Verstehen und Missverstehen in der i. K. hängt nicht nur von der Kenntnis eines evtl. anderen Sprachsystems ab, sondern v. a. von der Kenntnis der jew. anderen kommunikativen Werte, Normen, Regeln und kommunikativen Praktiken. Hilfreich sind hierzu die Erkenntnisse der kulturvergleichenden Kommunikationsforschung, wie z. B. die Neigung zur Verwendung von eher direkter oder indirekter Kommunikation in Konfliktsituationen (Konflikt, sozialer), sowie die Erkenntnisse der Ethnorhetorik, in der die Konventionen der Kommunikation in spezif. Gruppen in ihrer soziohistorischen Entwicklung beschrieben werden. So können z. B. die Entwicklungslinien einer arabischen, dt. oder chinesischen Rhetorik nachvollzogen werden und als Erklärung für Missverständnisse in der i. K. herangezogen werden. Kommunikation, Globalisierung der, interkulturelle Psychologie, interkulturelles Lernen, interkulturelle Kompetenz, soziales Wissen.

Verwendete Literatur

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