intermodale Integration

 

(= i. I.) [engl. intermodal integration; lat. inter zwischen, modus Art, Weise], [WA], unter i. I. versteht man den Prozess der Verknüpfung mentaler Inhalte aus unterschiedlichen (z. B. Sinnes-)Kanälen mit dem Ziel der ganzheitlichen Repräsentation. Ein Bsp. hierfür ist die ganzheitliche Wahrnehmung eines Apfels, bei der charakteristische Geschmacksmerkmale sowie visuelle und akustische Merkmale zu einem einheitlichen Wahrnehmungskomplex integriert werden. In Bezug auf Aufmerksamkeitsprozesse (Aufmerksamkeit) spricht man auch von crossmodaler Aufmerksamkeit (crossmodal attention; Spence & Driver, 2004; Aufmerksamkeit, crossmodale), in Bezug auf die Handlungssteuerung wird auch von crossmodaler Handlungssteuerung (crossmodal action, Huestegge & Hazeltine, 2011) gesprochen. Die i. I. sowie auch die intramodale I. (z. B. die Integration von Form- und Farbinformation innerhalb der visuellen Modalität) werden oft in Zusammenhang mit dem Bindungsproblem diskutiert. Letzteres thematisiert die Diskrepanz zw. der räumlich separierten Verarbeitung versch. Objektmerkmale (z. B. Farbe, Form, Geschmack) im Gehirn einerseits und der phänomenalen Einheit eines wahrgenommenen Objekts andererseits.

Referenzen und vertiefende Literatur

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