International Affective Picture System (IAPS)

 

[EM], das IAPS wurde entwickelt mit dem Ziel, einen umfangreichen Satz standardisierter, farbiger, statischer, visueller Reize zu entwickeln, die internat. zugänglich sind, zuverlässig Emotionen auslösen können und möglichst viele semantische Kategorien abdecken. Aus meth. Sicht sollte damit erreicht werden, dass exp. Befunde in der Emotionsforschung sich auch in versch. Forschungslaboratorien replizieren lassen und so Forschungsergebnisse aufeinander aufbauen und schließlich zu einem systematischen Wissenszuwachs führen, wie es in anderen Naturwissenschaften üblich ist. Inzwischen liegen über 1800 Fotografien vor, die hinsichtlich ihrer emotionsauslösenden Qualitäten auf versch. Reaktionsebenen an großen Stichproben (Stichprobe) internat. evaluiert wurden (Evaluation). Theoretische Basis dieser empirischen Arbeiten ist ein dimensionalesEmotionsmodell, das davon ausgeht, dass sich Emotionen systematisch in einem Raum begrenzter Dimensionen einordnen lassen. Diejenigen Dimensionen, die dabei die meiste Varianz des emot. Erlebens (Erleben) ruhig bis erregt aufklären, sind die Valenz (von unangenehm bis angenehm) und die Erregung (von ruhig bis erregt).

Die Abb. zeigt die Verteilung der IAPS Bilder im affektiven Raum. Ausgehend von den wenig erregenden neutralen Reizen links werden unangenehme und angenehme Reize mit ansteigender Erregung als zunehmend angenehm oder unangenehm eingestuft. Genau diese Verteilung würde ein Modell annehmen, das von einer motivationalen Verankerung (Motivation) emot. Erlebnisse ausgeht. Die Korrelationen zw. den Einstufungen der Bilder durch amerikanische und dt. Pbn sind hoch (r = ,94 für die Valenz und r = ,78 für die Erregung) und zeigen die hohe internat. Übereinstimmung. Die Erregungseinstufungen kovariieren sehr hoch mit den elektrodermalen Orientierungsreaktionen und mit langsamer parietaler Positivierung ereigniskorrelierter Potenziale (ereigniskorrelierte Hirnpotenziale, EKP), Evidenz dafür, dass die erregenden Reize automatisch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Valenzeinstufungen der Reize zeigen sehr hohe Korrelationen mit der EMG-Aktivität (Elektromyogramm (EMG)) versch. Gesichtsmuskeln  (Mimikanalyse; pos. Valenz ist mit verstärkter Aktvität der M. zygomaticus assoziiert, neg. Valenz mit verstärkter Aktivität des M. corrugator). Außerdem sind protektive Reflexe (Reflex, z. B. die Schreckreaktion potenziert, wenn diese in Gegenwart unangenehmer Bilder ausgelöst werden. Die Bilder des IAPS sind für wiss. Arbeiten frei erhältlich unter dem Link: [http://csea.phhp.ufl.edu/Media.html].

Verwendete Literatur

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