interne Validität, Bedrohungen für die

 

(= B.) [engl. threats to internal validity], [FSE], meth. kann die interne Validität von Schlussfolgerungen aus Studienbefunden durch exp. Evaluationdesigns sichergestellt werden (Experiment, Randomisierte kontrollierte Studie). Wird dieses Designs nicht adäquat umgesetzt oder wird ein schwächeres Design gewählt, so können versch. B. die Zulässigkeit der Ableitung einer kausalen Beziehung zw. unabhängiger Variable und abhängiger Variable infrage stellen. Diese können durch Effekte, die unabhängig von der Studiendurchführung auftreten (programmexterne Störfaktoren), und durch Effekte, die durch die Studiendurchführung entstehen (Designeffekte) oder durch Veränderungen der Interventions-/Treatmentdurchführung als Reaktion der Studienteilnehmer auf das Kontrollgruppendesign (Treatmentverunreinigen) bedingt sein. Wichtige Effekte in diesen drei Bereichen:

(1) Programmexterne Störfaktoren: endogener Wandel, exogener Wandel, historische Ereignisse, Reifeprozesse, unkontrollierte Auswahl. (2) Designeffekte: Mängel bzgl. der Reliabilität und Validität der Messvariablen, Wahl inadäquater abhängiger Variablen (z. B. Surrogatkriterium statt Zielkriterium), Konfundierung der Zugehörigkeit zu den Vergleichsgruppen mit verzerrenden Drittvariablen, attrition bias, Regression zur Mitte, Hawthorne-Effekt. (3) Treatmentverunreinigen: Treatmentdiffusion, empörte Demoralisierung, kompensatorischer Ausgleich, kompensatorischer Wettstreit. Besteht die Gefahr von Treatmentverunreinigen, so kann die Wirksamkeit einer Maßnahme ggf. nur durch eine cluster-randomisierte Studie exp. adäquat geprüft werden.

Referenzen und vertiefende Literatur

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