Invarianz

 

(= I.) [engl. invariance; lat. in ohne, variare verschieden sein], syn. Unveränderlichkeit, Beständigkeit, [KOG, WA], z. B. wie Gegenstände ihre Raum- und Ortswerte konstant halten trotz aller Blickbewegungen und Kopfneigungen (Konstanz). In der Psychomotorik werden invariante Merkmale (z. B. zeitliche Struktur) bei Variation anderer Bewegungsmerkmale (z. B. Dauer) untersucht. I. wird auch ungenau gebraucht für die relative Konstanz der Größe, Helligkeit, Form und Farbe unter wechselnden Umfeld- und Wahrnehmungsbedingungen.

[EW]Piaget spricht von I. oder «Erhaltung» (conservation) nach Transformationen der Form und Anordnung von Menge, Gewicht, Volumen etc. als Ergebnis der Äquilibration, die Kindern erst in einem best. Alter gelingen soll (Entwicklung, kognitive, Gruppierung, konkret-operatorische Entwicklungsstufe).