Isophone

 

(= I.) [engl. equal-loudness contour; gr. ἴσος (isos) gleich, φωνή (phone) Ton], [WA], ist ein Begriff aus der Psychoakustik und bezeichnet eine Kurve, die den Zusammenhang zw. der physikal. Lautstärkeeinheit Dezibel (dB) und der subj. Lautstärkeempfindung in Phon repräsentiert. Das menschliche Gehör ist für unterschiedliche Frequenzen unterschiedlich empfindlich. Bspw. müssen sehr tiefe und sehr hohe Töne mit einem stärkeren Schalldruckpegel dargeboten werden als Töne mittlerer Frequenz, damit sie genauso laut wahrgenommen werden. Die Abhängigkeit der Lautstärkewahrnehmung von der Frequenz fällt darüber hinaus für unterschiedliche Lautstärkepegel unterschiedlich aus. Um die wahrgenommene Lautstärke unabhängig von der Frequenz angeben zu können, wird die Angabe in Phon verwendet. Alle Punkte, die auf einer I. liegen, haben den gleichen Phon-Wert. Phon ist damit ein Maß für die subj. empfundene Lautstärke. Def.gemäß stimmen Phon- und Dezibel-Werte bei 1000 Hertz überein (d. h. 60 Phon entsprechen 60 Dezibel, 70 Phon 70 Dezibel usw.). Um Isophone zu erfassen, werden Hörer gebeten, die Lautstärke eines dargebotenen Sinustons so anzupassen, dass die wahrgenommene Lautstärke der eines mit 1000 Hertz dargebotenen Referenztons entspricht. Die Isophone, bei der für jede Frequenz der Schalldruckpegel in Dezibel (dB) aufgetragen wurde, ab dem der Ton gerade eben gehört wurde, bezeichnet man als Hörschwellenkurve. Die erste standardisierte Erfassung von Isophonen erfolgte 1933 (Fletcher, 1933). Später veröffentlichte die International Organization for Standardization (ISO) Standard-Isophonen für das menschliche Gehör (ISO 226), die weltweit als Grundlage für Forschung und Entwicklung im Audiobereich dienen. Seit 2003 liegt eine aktualisierte Version von ISO 226 vor (ISO 226:2003). [http://www.iso.org/iso/home/store/catalogue_tc/catalogue_detail.htm?csnumber=34222]

Referenzen und vertiefende Literatur

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