Kalkül

 

(= K.) [engl. calculation; lat. calculus Rechensteinchen, Rechnung], [PHI], im strengen Sinn eine Herstellungsvorschrift für Zeichenreihen. In einer Zeichentabelle werden die innerhalb des K. erlaubten Zeichen festgelegt. Mit best. Formregeln wird festgelegt, in welcher Weise diese Zeichen zu Formeln kombiniert werden dürfen. K. sind rein syntaktische Gebilde, in denen von der inhaltlichen Bedeutung der Zeichen oder Zeichenreihen nicht die Rede ist. Eine vollst. kalkülisierte Theorie ermöglicht es, die Folgerungen aus der Theorie durch rein schematische Operationen zu gewinnen, ohne dass irgendeine Art logischer Schluss notwendig wäre (Verschärfung der axiomatischen Methode, die die Gültigkeit best. logischer Schlussregeln noch implizit voraussetzt).

Referenzen und vertiefende Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.