Kaplan-Meier-Schätzer

 

(= KMS), syn. Produkt-Grenzwert-Schätzer, [FSE], Kaplan & Meier, 1958; Statistisches Datenanalyseverfahren zur Analyse der Dauer bis zum Eintritt eines Ereignisses (Überlebenszeit; Survivalanalyse) bzw. der Wahrscheinlichkeit des Eintritts bis zu einem Zeitpunkt t (Hazard-Funktion). Wird inbes. zum Gruppenvergleich zur Analyse der Fragestellung «Sind die durchschnittlichen Überlebensdauern zw. den Vergleichsbedingungen versch.?» eingesetzt. Bei der Anwendung muss insbes. darauf geachtet werden, dass der Startpunkt des analysierten Ereignisses eindeutig definiert ist. Beim Vergleich versch. Erkrankungen sollte bspw. der Erkrankungsbeginn und nicht der Studieneintritt als Ausgangszeitpunkt def. werden (lead time). Der KMS kann auch bei trunkierten Daten (nicht bei allen Pbn muss zu Beobachtungsende das zu analysierende Ereignis eingetreten sein) eingesetzt werden. Die Analyse basiert neben grafischen Darstellungen (Kaplan-Meier-Überlebenskurve: x-Achse: Zeit; y-Achse: kumulierte Überlebensrate; Verlauf: von (x = 0; y = 1) monton fallend; Überlebenskurven) auf Signifikanztests (Log-Rank-Test, Breslow-Test, Tarone-Ware-Test; zur Auswahl s.: Hosmer et al., 2008), die systematische Gruppenunterschiede prüfen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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