Kelley, Harold Harding

 

(1921–2003), [HIS, SOZ], US-amerik. Sozialpsychologe. Studium der Ps. an der University of California, dann im Zweiten Weltkrieg Testpsychologe für die Air Force. Nach dem Krieg Studium bei Lewin am MIT, wo Kelley 1948 promovierte. Als das Institut 1948 nach Ann Arbor verlagert wurde, ging er für kurze Zeit mit; 1949 Assistenzprof. an der Yale University, Zusammenarbeit mit Carl Hovland und Irving Janis. 1955 ging Kelley nach Minnesota; es begann die über mehrere Jahrzehnte bestehende Zusammenarbeit mit John W. Thibaut; dann Wechsel zur University of California in Los Angeles, wo Kelley bis zur Pensionierung im Jahr 1991 blieb. Zu Harold H. Kelleys Leistungen zählt besonders die Weiterentwicklung der Attributionstheorie von Heider zu einem Kovariationsmodell (ANOVA) mit den Dimensionen Konsensus, Distinktheit und Konsistenz (Kausalattribution).