Kenntnisse

 

(= K.) [engl. knowledge], [KOG, PÄD], Bez. für gespeicherte und aktualisierbare Wissensbestände. K. ist ein Begriff, der mehr Bedeutung für die Pädagogik als für die Ps. hat, weil es kaum möglich sein dürfte, eine besondere Klasse von kogn. Strukturen als K. mit psychol. Kriterien von anderen abzugrenzen. Man kann versch. Arten von K. unterscheiden: (1) Sachk., bezogen auf Dinge und Sachverhalte, die als anschauliche Vorstellungen oder als begriffliche Beziehungen gegeben sein können; (2) Verhaltens- oder Verfahrensk., zu denen auch Fertigkeiten (skills) gehören und die sich auf so einfache Handlungen wie Radfahren oder Schreiben beziehen, aber auch auf komplizierte geistige Tätigkeiten wie Prozesse des Problemlösens; (3) Normk., die sich z. B. in einigen sozialen Fertigkeiten mit (2) überschneiden und die von der Kultur oder Subkultur, der man angehört, erwünschte und häufig praktizierte Verhaltensweisen bestimmen (meist wird die kogn. Repräsentation von Verhaltensk. und Regelk. «Wissen», dagegen die Fähigkeit sie anzuwenden «Können» genannt (Kompetenz); (4) Wertk., die das Gesamt der übermittelten religiösen, sozialen, ästhetischen, ökonomischen, politischen Werte umfassen. K. der Resultate (KR, auch: Kenntnis des Erfolgs) sind beim Lernen von Fertigkeiten wichtige Voraussetzungen, die die Lerngeschwindigkeit, die Motivation und die Qualität des Lernerfolgs beeinflussen (Ulich, 1964, 1969). An K. können best. allg. Merkmale festgestellt werden: Richtigkeit, Allgemeinheit, Konkretheitsgrad, Eingebettetheit in Systeme, Dauerhaftigkeit, Verfügbarkeit (Disponibilität) und Sinnhaftigkeit.

Verwendete Literatur

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